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Gemeindeaufbau

Rückschau auf die Gemeindetage im Juni 2018

Die Gemeindetage am 8. und 9. Juni standen im Zeichen der wertschätzenden Erkundung. Eine generationenübergreifende Gruppe von über 40 Leuten mit differierenden Ansichten beteiligte sich am Anlass. Durch den Prozess führte Agnes Joester, Abteilung Kirchenentwicklung der Kantonalkirche, und Daniel Wartenweiler, Sozialdiakon.


Am ersten Tag entdeckten wir Situationen, in denen wir uns besonders lebendig gefühlt hatten oder in denen wir zur Ruhe gekommen waren. Wir arbeiteten in Paaren und in Gruppen und trugen im Plenum die Resultate zusammen, welche sich in folgende Kategorien gruppierten: Authentisch leben und glauben, Mitgestalten, Neues wagen, Offene Gemeinschaft feiern, Wertschätzung und Freude. Diese Kategorien wiederspiegeln breite Erfahrungen aller Anwesenden und beinhalten darum je verschiedene Aspekte. Die angeregte Diskussion über die gruppierten Resultate zu zweit und im Plenum ergaben Bereiche, wo die Gruppe ihre Erfahrungen noch mangelnd reflektiert sahen: Bewährtes bewahren, Raum für Klage und Trauer, Offenheit für Menschen am Rand, Vielfältige Angebote oder die Frage nach der Quelle des Glaubens. Aus diesen Resultaten können nun Leitsätze entworfen werden.

Am zweiten Tag ging es dann darum, zu träumen, wie unsere Kirchgemeinde im Jahr 2028 aussehen könnte. Wieder wurde in Gruppen gearbeitet, und am Ende präsentierte jede Gruppe einen kreativen Traum in Form eines Posters, Theaters, oder einer Gruppenpräsentation. Da gab es einen feministischen Lesekreis, einen Gottesdienst für alle, ein neues Informations- und Kommunikationskonzept, oder eine Eröffnungsrede der Gemeindepräsidentin zu einem Café in Illnau. Die gruppierten Resultate der Träume beinhalteten: Lebensräume schaffen, einen Gastronomiebetrieb eröffnen, Gesellschaftliche Relevanz, Gottesdienst für alle, Information & Kommunikation, Willkommenskultur und Wachstum im Glauben fördern. Dabei wollen wir eine offene und fragende Volkskirche sein und Einheit in der Vielfalt leben.

Die Resultate dieser Tage werden nun von der Spurgruppe ausgewertet und an einem Planungstag im September zu Zielen und Richtungen für die nächste Legislaturperiode formuliert. Danach bietet sich die Gelegenheit, in Arbeitsgruppen die einzelnen Bereiche zu konkretisieren und zu Konzepten auszuarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt werden wir zur weiteren Mitgestaltung einladen.

Daniel Wartenweiler
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Gemeindetage_Resultate

Retraite Kirchenpflege und Konvent Januar 2018


Aus dem Visionsabend im August 2017, zu welchem die ganze Kirchgemeinde eingeladen war, entstand der Wunsch nach einem breiteren Planungsprozess, in welchem die zukünftige Richtung unserer Kirchgemeinde ausgearbeitet werden soll. Dafür wurde der Prozess der Wertschätzenden Erkundung gewählt, da er eine breite Beteiligung aller Interessengruppen ermöglicht. Agnes Joester und Pfr. Mathias Buri von der Abteilung Kirchentwicklung der Kantonalkirche begleiten uns darin.


Der Prozess begann mit Retraite von Kirchenpflege und Mitarbeiterteam am 12. und 13. Januar 2018. Dort ging es darum, den Fokus für den folgenden Planungsprozess klarer zu definieren: Werte, Inhalte, Grundlagen, und Ziele sollen neu formuliert werden (DEFINE-Phase). Der Prozess soll Vertrauen, Gemeinschaft, und Partizipation stärken, Vitalität fördern, und Strukturen und Leitungsabläufe neu klären. All das wollen wir miteinander als Gemeinde lustvoll, freudig, und motiviert tun, in Respekt und Wertschätzung, wir wollen uns einander annähern, wollen verstehen, und wo nötig vergeben. In einer zweiten Phase in der Retraite ging es darum, in einer wertschätzenden Haltung zu entdecken, was gut, ermutigend und lebensspendend ist für jeden Einzelnen.

Wertschätzende Erkundung
Wertschätzende Erkundung (Appreciative Inquiry, kurz: AI) ist ein werteorientierter Ansatz aus der Team- und Organisationsentwicklung, der wertschätzendes Arbeiten fördert. Es geht darum, in einem fünfzykligen Prozess (siehe Plakat AI Prozess) zu entdecken, was Gutes, Lebensspendens, und Energiegebendes war und ist, zu Träumen was sein könnte, und zu Planen was sein soll. Auch Probleme und Herausforderungen werden dabei angesprochen, aber immer derart, dass die Aufmerksamkeit lösungsorientiert auf die Stärken gerichtet wird. Denn, so eine der Grundannahmen von AI, soziale System entwickeln sich immer in die Richtung, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten. Dabei sollen ungeahnte und brachliegende positive Potentiale zum Vorschein kommen und genutzt werden.

Weitere Informationen (siehe Broschüre zu AI Prozess)

Plakat AI Prozess
Anges Joester Appreciative Inquiry
 
Unsere nächsten Gottesdienste und Veranstaltungen auf einen Blick.
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